USA 2018

Ein langer Tag bis nach Las Vegas

Am 14. September ging es endlich los nach Las Vegas, zum Glück brauchte ich nicht ganz früh aufstehen, da der Flug in München erst um 16:05 Uhr startete. Das heißt aber auch, dass es ein sehr langer Tag werden würde, die Ankunft in Las Vegas war auf 22:30 Uhr geplant, mit Zwischenstopp in Montreal. Den Koffer hatte ich natürlich schon am Tag vorher gepackt und es fehlten nur noch ein paar Kleinigkeiten. Trotzdem bin ich schon gegen 8 Uhr aufgestanden, schließlich sind ja noch über 3 Stunden Autofahrt bis zum Flughafen München einzuplanen. Ja, Google sagt was von 2,5 Stunden, aber ich musste noch zwei Umwege fahren: Erst Stefan abholen, der dies Jahr mit dabei war und anschließend ging es nach Freising zu meinem Bruder, der mein Auto dann für drei Wochen hat.

Der berühmte Stau am Bodensee ging schon recht früh los, so dass wir über die Dörfer bis zur Autobahn fahren mussten. Die Autobahn war dann natürlich auch nicht ganz frei, so dass die Zeit gefühlt doch recht knapp wurde. Egal, wir waren rechtzeitig am Flughafen. Passenderweise hat die Gepäckaufgabe am Automaten weder für Stefan, noch für mich funktioniert und wir mussten uns am Schalter anstellen. Gefühlt war das schon irgendwie stressig, ich mag es nicht, zu spät am Flughafen zu sein 😉 Anschließend ging es dann durch die Sicherheitskontrolle und wir waren passend zum Boarding dann am Flugzeug.

Der Flug

Mit einem A330-300 der Lufthansa ging es dann nach Montreal. Über 8 Stunden im Flugzeug ist mit langen Beinen immer so eine Sache, aber mit etwas Geld weiß Mann sich ja zu behelfen und so hatte ich dann jede Menge Beinfreiheit. Die meisten Filme im Flugzeug kannte ich schon, aber den neuen Star Wars (Solo) hatte ich tatsächlich noch nicht gesehen. Die Namen der anderen Filme weiß ich aber schon nicht mehr, Alzheimer lässt grüßen 😉

Unser Flugzeug am Gate in München
(Handyfoto)

Gegen 18:40 Uhr Ortszeit sind wir dann auch planmäßig gelandet. Jetzt kam der für mich spannende, weil neue Teil: Immigration und Customs (Zoll) für die USA in Kanada. Uns standen maximal 80 Minuten zur Verfügung, danach sollte der Flieger nach Las Vegas schon starten. USA Reisende wissen, dass man in den USA am ersten Flughafen durch die Immigration, anschließend das Gepäck abholen und dann noch durch den Zoll muss. Nach der Zollabfertigung kann das Gepäck dann direkt wieder aufgegeben werden. So der Ablauf in den USA, der mit Pech auch schon mal mehrere Stunden dauern kann.

Immigration und Customs in Kanada

Anders läuft es jedoch, wenn man über Kanada einreist. Das Gepäck wurde direkt weitergeleitet, ohne dass wir es abholen mussten. Als wir aus dem Flugzeug rauskommen erwartet uns schon eine Dame, die freundlich fragt, wer denn in die USA weiterreist und alle USA Reisenden um sich sammelt. Wenn dann alle da sind, läuft man gemeinsam durch den Flughafen zum Immigration Bereich der USA. Dort angekommen stelle ich fest, dass außer uns paar „Münchnern“ niemand da ist. Die Immigration am Terminal mit anschließendem Sicherheitscheck geht ganz schnell und keine halbe Stunde nach Ankunft sitzen wir am Gate und warten auf’s Boarding.

Von Montreal nach Las Vegas fliegt man auch noch einmal 5,5 Stunden, der Flug ist aber ein Inlandsflug („Domestic Flight“), auf diesen gibt es deutlich weniger Beinfreiheit als auf den Interkontinentalflügen. Ein Fluch für meine langen Beine, zumal ein Upgrade hier nicht möglich bzw. deutlich teurer war. Auch Fernseher o.ä. gab es nicht. Den Flug hab ich dann aber Großteils verschlafen.

Der Abend in Las Vegas

Um 22:30 Uhr sind wir dann auch endlich in Las Vegas gelandet. Das Terminal ist immer wieder einen Besuch wert: Man kommt aus dem Gate raus und hat direkt die Möglichkeit Geld an den Automaten zu verzocken.

Der Blick vom Gate ins Terminal in Las Vegas. Wer Lust hat, kann direkt zocken.
(Handyfoto)

Jetzt also nur noch Gepäck und Auto abholen und dann kann’s direkt zum Hotel gehen, so der Plan. Das Gepäck kann man jedoch nicht im selben Gebäude abholen, sondern muss mit der Bahn ein paar Meter fahren. Damit es nicht ganz so einfach ist, gibt es gleich zwei unterschiedliche Bahnen. Wir haben natürlich direkt die falsche genommen. Mit der Bahn kamen wir jetzt aber auch nicht mehr zurück oder zum anderen Terminal. Also raus aus dem Flughafen, den Bus zum anderen Terminal genommen und dort zum Gepäckband. Ja, das ist so einfach möglich, wie hier beschrieben. Jeder hat theoretisch die Möglichkeit zum Gepäckband zu laufen und die Koffer mitzunehmen!

Im anderen Terminal dann direkt zum Band und es kamen auch schon Koffer. Aber irgendwie waren unsere nicht dabei. Der erste Gedanke natürlich erst mal: Scheiße! Es hat sich aber rausgestellt, dass das schon die Koffer vom nachfolgenden Flug gewesen sind. Unsere standen irgendwo an der Seite und durch Zufall haben wir die dann auch gefunden.

Mit Koffern ging’s dann zurück nach draußen und mit dem Bus zur Autovermietung. Wie im letzten Jahr hatte ich auch wieder einen SUV reserviert (Dirt Roads lassen grüßen). Und auch wie im letzten Jahr sind wir wieder mit einem Ford Escape unterwegs gewesen. Der Vorteil: Die Zigarettenanzünder und USB Ports haben dauerhaft Strom, Handys und Akkus können somit auch über Nacht geladen werden.

Als wir dann am Hotel angekommen sind, war es tatsächlich noch vor Mitternacht. Der Tag sollte für uns aber noch nicht zu Ende sein, wir hatten Hunger! Nachteil: Unser Hotel (das Westin Las Vegas) lag etwas Abseits vom Strip. Also sind wir noch zum Strip rüber gelaufen, in der Hoffnung in einem der Casinos noch etwas essbares zu finden. Für mich war es das erste Mal, dass ich am Wochenende in Las Vegas war, die Straßen waren voll! Warum war auch bald klar: Die Mexikanische Unabhängigkeit wurde gefeiert und es waren Menschenmassen unterwegs.

Die ganzen Restaurants in den Casinos hatten natürlich schon geschlossen (zumindest im Venetian), zum Glück gibt’s hinter dem Linq noch eine Partymeile mit einem In-N-Out Burger. Dort haben wir dann direkt (mittlerweile war’s schon weit nach Mitternacht) zugeschlagen. Mit dem Burger ging dann auch ein langer Tag zu Ende …

Mein Mitternachtssnack

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